Rezension Washoku von Kimiko Barber

Mai 08 , 2017 by: Florian Asiatisch, Buchvorstellung, Japanisch

Japan – das land der aufgehenden Sonne, und das Land des Sushis. So wird Japan bzw. die japanische Küche hier in Deutschland auf jeden Fall oft gesehen. Viele japanische Restaurants bieten hauptsächlich Sushi an, alle anderen Dinge auf der Karte sind es oft nicht Wert erwähnt zu werden. Natürlich gibt es hier Ausnahmen, in Metropolen wie Berlin, Düsseldorf oder Frankfurt zum Beispiel findet man eine Vielzahl japanischer Restaurants, die gar kein Sushi anbieten sondern ganz viele andere tolle Spezialität der japanischen Küche.

In Japan durfte ich erfahren, wie viel die japanische Küche zu bieten hat. Japanisches Curry oder die japanische Version des Hamburgers, Takoyaki, Ramen, Gyudon um nur einen Bruchteil der hier bekannten und weniger bekanntes Gerichte der japanischen Küche zu nennen. Natürlich gibt es auch Sushi in Japan, und das auch nicht wenig – aber es gibt halt auch noch so viel anderes, was er es verdient hat auch außerhalb Japan viel bekannter zu sein.

Genau da kommt das neue Buch von Kimiko Barber genau richtig! Barber, geboren in Kobe, kam in 70er Jahren nach London und ist eigentlich gelernte Investment-Bankerin. Zum Glücke hat sie dann doch noch mal einen Berufswechsel vollzogen, sonst gäbe es ihre wunderbaren Bücher heute nicht.

Mit dem Buch „Washoku“ geht Barber genau in die entgegengesetzte Richtung ihres Buches „Die Japanische Küche„*, in dem sie sehr ausführlich auf die Grundlagen der japanischen Küche eingeht, Zubereitungsschritte und Zutaten sehr detailliert erklärt und es dafür nicht ganz so viele Rezepte gibt. Ihr neustes Buch ist trotzdem nicht weniger für Anfänger in der japanischen Küche geeignet (was nicht heißt, dass es für Fortgeschrittene weniger spannend ist).

Spargel auf Reis

Barber gibt eine kurze Einführung in die japanische Küche und legt dann auch schon mit den ersten Rezepten los. Wichtige Zutaten und Zubereitungsschritte werden „auf dem Weg“ erklärt und zwar kurz und knackig, dabei aber sehr verständlich. So finden sich in dem Buch sehr viele Rezepte der japanischen Küche die von Klassikern wie Dashi oder Miso-Suppe bis hin zur modernen Hausmannskost wie Tofuauflauf mit Parmesan oder japanischem Nizza-Salat reichen. Es gibt Rezepte für Sushi, Ramen, Tontöpfe, Brathähnchen und vieles mehr. Kimiko Barber hat es geschafft einen perfekten Schnitt durch den japanischen Alltag zu ziehen – auf jeden Fall fühlt es sich so an. Es werden einem Rezepte, die man von der Karte eines Restaurants oder aus dem Fernsehen kennt an die Hand gegeben, genauso wie Rezepte bei denen ich mir gedacht habe „das hört sich wie japanische Hausmannskost an, die man in einem keinem Restaurant kriegt, an“.

Desweiteren wurde natürlich großer Wert auf die, in der japanischen Küche so wichtigen, Saisonalität gelegt, so gibt es Salate zu den verschiedene Jahreszeiten und auch Hinweise zur Saisonalität. Desweiteren sind die Rezepte gut und schlüssig geschrieben und auch so ausgewählt, dass man sich nicht mit extrem vielen japanischen Zutaten eindecken muss. Hier wurde eine wirklich intelligente Auswahl getroffen. Um ein paar Zutaten wie Sake, Mirin, Miso und Sojasauce kommt allerdings nicht drum rum – es wäre ja auch erschreckend wenn man das alles nicht bräuchte! Rezepte wie ein Salat mit Hähnchen, Kürbis und Miso führen einen langsam an die japanische Küche heran und wirken dabei doch sehr vertraut. So kann man sich Schritt für Schritt weiter nach vorne arbeiten und traut sich mit der Zeit immer mehr

Das Buch ist wirklich ein Schatz in meiner Japanabteilung, und da habe ich schon ein paar Bücher. Zusammen mit ihrem „Die Japanische Küche“ hat Kimiko Barber wirklich eine tolle Doppelspitze für japanische Bücher geschaffen, ob viel Grundlage mit wenig Rezept oder viel Rezept mit weniger Grundlage, wenn man beide Bücher hat fehlt es einem eigentlich an nichts. Das neuste Werk Washoku ist der perfekte Einstieg in die japanische Küche, es gibt einem einfache aber authentische Rezepte an die Hand, die sich toll umsetzen lassen und natürlich im Geschmack begeistern. Man findet die berühmten Klassiker genauso wie neue und moderne Rezepte, die man bestimmt im japanischen Alltag findet – die Kombination ist wirklich sehr gut gelungen! Hier lernen Anfänger und Fortgeschrittene noch etwas, von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!

Ich kann das Buch jedem, der sich auch nur im Ansatz für die japanische Küche interessiert empfehlen, hier wird jeder was für seinen Geschmack finden!

Mapo Dofu

 

Nachgekocht habe ich:

Spargel auf Sushireis

Tofuauflauf

Japanisches Mapo Dofu

Salat mit Kürbis, Hähnchen und Misodressing

Miso-Suppe

 

 

 

Washoku – Japanisch Kochen Zuhause*

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

Verlag: Hädecke Verlag (24. April 2017)

ISBN-10: 3775007660

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