Bibimbab

Kommt mit mir nach Korea – Sort of…

September 04 , 2016 by: Florian Koreanisch

Nein – Das ist leider kein Gewinnspiel für eine Reise nach Korea, die Idee ist allerdings gut, abwarten 😀

Viel mehr habe ich mich in letzter Zeit sehr  viel mit der koranischen Küche auseinander gesetzt. Warum weiß ich auch nicht so genau, Koreanisch scheint in einigen Ländern gerade zu einem Trend zu werden, in Deutschland ist davon allerdings noch nicht so viel angekommen und bei mir bis vor kurzem auch noch nicht. Ich war allerdings letztens in Düsseldorf  Freunde besuchen, und da haben wir ein kleines koreanisches Lokal gefunden, das nur Bibimbab, eine Reisschale mit Toppings, und drei verschiedene Vorspeisen serviert: Mandu (gefüllte Teigtaschen), eine Suppe und Kimbab (quasi die koreanische Version von Sushi). Ich hatte als Vorspeise Mandu und mein Bibimbab mit Gemüse und Rindfleisch. Am Anfang war ich sehr skeptisch, diese Geschmackskombinationen kannte ich so noch nicht, sehr viel Umami, recht viel Sesam und doch sehr gut ausbalanciert. Dazu gab es eine Sauce die unter anderem aus koreanischer Chilipaste bestand, diese hat den Geschmack dann wirklich komplett abgerundet. Die verschiedenen Geschmackskomponenten hatten auch eine Tiefe die ich so nicht kannte – auch waren sie für mich nicht wirklich mit anderen Länderküchen vergleichbar, etwas ganz neues!

Bibimbab wird als das Nationalgericht Südkoreas angesehen, es besteht aus Reis, der nach dem Kochen noch mal in einer Tonschale erhitzt wird, sodass sich eine leichte Kruste bildet. Darauf kommen verschiedenen Toppings sowie eine Sauce. Dann vermischt man alles und isst es, so simpel und doch so schmackhaft. Übersetzt bedeutet Bibimbab übrigens genau das, was es ist: Gemischter Reis. Auch die Mandu haben mir sehr gut geschmeckt und haben sich von Teigtaschen anderer Länder deutlich unterschieden. Wer das Lokal in Düsseldorf übrigens mal besuchen möchte, der Name ist Bibimcup.

 

Hier kommt ihr zu meiner Version von Bibimbab

 

cof

Hat es dieses eine Essen denn jetzt geschafft, dass ich mich mit der koreanischen Küche auseinandersetze? Anscheinend ja, ich hatte zwar schon ein koreanisches Kochbuch, aber dieses benutze ich bis dahin nie. Auch hatte ich keine koreanischen Zutaten im Vorratsschrank (was sich platztechnisch als gute Wahl herausgestellt hat, aber der Zug ist nun abgefahren…).

Ich fing also an mich mit  koreanischem Essen und Zutaten auseinander zusetzen und bin im deutschsprachigen Web immer wieder auf das Eine gestoßen: Kimchi!  Fermentierter, gewürzter, scharfer Kohl. Die Beschreibung an sich hörte sich für mich im ersten Moment nicht wirklich schmackhaft an, da ich eh nicht so der Kohlfan bin. Auch deshalb war ich kurz davor wieder aufzugeben, da ich das Gefühl hatte die koreanische Küche besteht nur aus Kimchi und etwas dazu. Zum Glück habe ich etwas weiter geschaut und mir noch ein paar Bücher zugelegt und siehe da: Ja – Kimchi ist ein unglaublich wichtiger Bestandteil der koreanischen Küche und mindestens genauso bekannt wie Bibimbab. Bei einem traditionellen koreanischen Essen steht immer eine Schale Kimchi auf dem Tisch, allerdings kann man es auch einfach weg lassen oder wenig davon essen! Auch greifen nicht viele Rezepte auf Kimchi an sich zurück, das heißt Kimchi oft eine Beilage. Wer also nicht so auf Kimchi steht kann die koreanische Küche also trotzdem genießen. Ich habe mich mittlerweile übrigens damit angefreundet und ihn sogar zu schätzen gelernt. Selbstgemacht habe ich ihn allerdings noch nicht, vielleicht kommt das aber bald.

Was macht die koreanische Küche also aus?

Das erste Merkmal gefällt mir besonders gut, es wird gegessen wie in vielen anderen Ländern Asiens: Man kriegt nicht einfach nur einen Teller mit seinem persönlichen Essen vorgesetzt. Viel eher werden mehrere Gerichte und Beilagen zu bereitet, die in die Mitte des Tisches gestellt und dann von allen geteilt werden. Im Familien- und Freundeskreis esse ich viel lieber so. Wenn man alleine oder zu zweit ist, lohnt es sich natürlich nicht immer so viel zuzubereiten. In diesem Fall macht man einfach eine Sache und serviert Reis dazu.

Speaking of Reis: Reis, in Korea „Bab“ genannt ist einer der wichtigsten Bestandteile der koreanischen Küche, das Wort „Bab“ bedeutet nicht nur Reis sondern auch Mahlzeit. Koreaner verwenden in der Regel Rundkornreis, der dem Japanischen Reis sehr nahe kommt. Den Japanischen benutze ich auch, da ich hier noch keinen Reis aus Korea gefunden habe, hat bis jetzt immer super gepasst! Wenn man koreanisch kocht und mehrere Gerichte zubereitet steht der Reis meistens in der Mitte und die anderen Teller werden um den Reis angeordnet. Ausnahmen gibt es im Fall von Nudelgerichten oder Teigtaschen. Aufbauend zum Reis werden dann Kimchi, verschiedene Saucen, eine Suppe oder auch eine Art Eintopf serviert. Darum werden dann verschiedene „kleine Gerichte“ serviert, die „Banchan“ genannt werden, hier wird auf eine Harmonie von Süß, Sauer, Salzig und Scharf geachtet um eine ausgewogene Koreanische Mahlzeit auf den Tisch zu bringen.

Also haben wir jetzt gelernt wie ein koreanisches Essen aussehen kann, und dass es okay ist Kimchi nicht zu mögen. Was fehlt uns noch um starten zu können? Richtig, die Zutaten! Und diese sind, wie in so vielen Länderküchen eine der größten Hürden: „Was brauche ich alles? Brauche ich alles auf? Wann wird es schlecht? Kann ich das ersetzen?“ Genau diese Fragen möchte ich für euch klären, damit euer Start in das koreanische Kochen problemlos gelingen kann!

Wer in einer Stadt mit einem gut sortierten Asialaden wohnt sollte kein Problem damit haben die wichtigsten Zutaten zu bekommen, falls nicht muss man wohl oder übel im Internet bestellen, denn koreanische Zutaten habe ich bis jetzt auch in gut sortierten Supermärkten nicht bekommen. Von ein paar Saucen und Pasten abgesehen kann man auch ganz viele frische Zutaten regional kaufen. Gemüse und Fleisch vom Markt funktionieren wunderbar mit der koreanischen Küche. Auch kann man wunderbar mit den Jahreszeiten arbeiten und die Zutaten dann einfach austauschen. Sollte euer Asialaden allerdings frische koreanische Sesamblätter da haben, kann ich euch nur empfehlen zuzuschlagen! Ich kriege die hier extrem selten und sie sind unglaublich lecker und passen super zu vielen Rezepten!

Ich habe übrigens einen Artikel mit den wichtigsten koreanischen Zutaten geschrieben, der euch den Einstieg in die Küche Koreas erleichtern wird, hier kommt nämlich in Zukunft öfter mal ein Rezept der Halbinsel.

Koreanische Zutaten erklärt

 

Habt ihr schon mal koreanischen gekocht oder tut es sogar regelmäßig? Was sind eure Lieblingsessen und -Zutaten? Auch bei allen weiteren Fragen, einfach fragen 🙂 Ich versuche euch alles so gut wie es geht zu beantworten!

0 Comments

Add a comment

Bleibt immer auf dem neusten Stand.

Gebt hier eure Emailadresse ein und bleibt immer informiert!

Folgt mir auf Pinterest!

Hallo! Schön, dass du auf meiner Seite bist! Ich hoffe, du findest wonach du suchst.

Das bin ich - Asien Kulinrisch

Pinterest

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen