Japan Tag 5: Shinkanse, Hiroshima und wie man sich fast den Tag versaut.

März 15 , 2017 by: Florian Reise

Heute muss ich Fukuoka leider zurück lassen. Ja – von Fukuoka hört man nicht oft etwas, wenn es um Reisen nach Japan, ich kann diese Stadt aber jedem empfehlen. Mit der Größe und dem Stadtaufbau ist sie eigentlich die perfekte Stadt um eine Reise nach Japan zu beginnen. Sie ist nicht ganz so riesig, sehr viele Sehenswürdigkeiten und Gebiete sind fußläufig zu erreichen und man wird nicht so stark überwältigt wie in Tokio. Aber irgendwann muss alles mal vorbei gehen, darum geht es heute mit dem Shinkansen nach Hiroshima.

 

Shinkanse

 

Das richtige Gleis an der Hakata Station war schnell gefunden (und nein, ich war nicht noch schnell shoppen) und der Sakura Shinkase kam auf die Minute pünktlich und fuhr auch pünktlich ab. In den japanischen Schnellzügen gibt es eine erste Klasse (green car) und eine zweite Klasse (regular car). Die Sitze in der zweiten Klasse sind völlig ausreichend, man hat deutlich mehr Platz als in einem ICE. Zwischendurch kommt noch mal ein Essensverkäufer rum und dann sind die über 200 Kilometer auch in einer Stunde geschafft.

 

Hiroshima

 

In Hiroshima angekommen ging es vom Bahnhof aus zum Hotel, mein erster Eindruck der Stadt war sehr gut. Es ist sauber, wirkt gut organisiert und die Straßen waren nicht ganz so überfüllt. Außerdem gibt es kleine oberirdische Straßenbahnen, die der Stadt einen echten Charme verleihen. Nach einem kleinen Spaziergang begann dann auch der Teil des Tages, der mich etwas runter gezogen hat, der Besuch im Hiroshima Peace Memorial Park und im Atombomben-Museum.

 

Atomic Bomb Dome

 

Der Park ist eine riesige Grünfläche, durch die der Fluss geht. Wenn man ankommt, läuft man gleich auf den den Atomic Bomb Dome zu. Über diesem Gebäude ist die erste Atombombe, die jemals gegen Menschen verwendet wurde, explodiert. Dadurch, dass der Dome direkt unter der Explosion lag, sind die Seitenwände intakt geblieben, seitdem fungiert er als Mahnmal.

In unmittelbarer Nähe des Domes befindet sich eine Gedenkstädte für die Schulkinder, die in der Nähe der Einschlagsstelle Waren für den Krieg produziert haben und beim Einschlag ums leben gekommen sind. Etwas weiter weg ist eine Gedenkstädte für Sadako Sasaki, einem damals zwei jährigen Mädchen, das die Explosion unbeschadet überstanden hat und zu einem scheinbar gesunden Menschen heran wuchs. Als sie 11 war wurde bei ihr allerdings Leukämie diagnostiziert und als sie im Krankenhaus lag faltete sie über 1000 Origami-Kraniche, da sie gehört hatte, dass einem ein Wunsch erfüllt wird, wenn man 1000 Kraniche faltet. Sie wünschte sich wieder gesund zu werden, allerdings sollte ihr dieser Wunsch nicht erfüllt werden und sie starb im Alter von 12 Jahren. Daraufhin setzten sich ihren Klassenkameraden dafür ein, dass für sie eine Gedenkstädte errichten wird. Mit der Hilfe von Schulen aus ganz Japan, kam so das Geld für die Gedenkstädte zusammen.

 

Hiroshima Peace Memorial Park

 

Über das Museum erzähle ich hier jetzt nichts weiter, sowohl die Bilder als auch die Geschichten wären nicht angebracht, ich kann aber nur jedem empfehlen sich dieses anzusehen, wenn er in Hiroshima ist. Es erinnert einen daran, wer die eigentlichen Leidtragenden eines Krieges sind, und dass man alles dafür tun sollte Frieden zu bewahren.

Danach machte ich mich auf zur Burg von Hiroshima, das hat meine Stimmung auch wieder etwas aufgehellt. Vor der Burg liegt ein wunderschöner Park und die Burg an sich ist faszinierend. Die japanische Bauweise gefällt mir einfach unglaublich gut. Falls ihr auf die Burg rauf möchtet müsst ihr eintritt zahlen, ich war nicht oben.

 

Ich vor dem Hiroshima Castle

 

Nach dem Besuch der Burg in Hiroshima hatte ich langsam etwas Hunger, und was soll man essen, wenn man in Hiroshima ist? Richtig! Okonomiyaki. Einfach weil es unglaublich gut schmeckt und auch weil man danach nach Osaka fahren kann, um die beiden Versionen zu vergleichen. Okonomiyaki in Hiroschima besteht aus einem dünnen Pfannkuchen, auf dem gebratener Chinakohl, Sojasprossen, Schweinefleisch und Nudeln kommen. Darauf kommt noch ein sehr flachen Spiegelei und dann wird alles mit Mayonnaise, Okonomiyaki-Sauce und Seetang-Pulver garniert. Das Faszinierende ist, dass es vor euren Augen zubereitet wird, auf einer sehr langen Bratplatte.  Dazu habe ich mir einen Hiroshima Highball gegönnt, Whiskey mit Ginger Ale, gute Kombination!  Jetzt war meine Laue auch wieder oben. Das Okonomiyaki war unglaublich gut, die Kombination passt einfach toll und ich bin schon auf die Version in Osaka gespannt, denn dort habe ich letztes mal (ohne es zu wissen) die Hiroshima Version gegessen, das war nicht gerade einer meiner hellsten Momente. Aber hey, ich bin ja jetzt wieder da um diesen Fehler wieder gut zu machen!

 

Okonomiyaki

 

Und hier ein kurzes Video, damit seht wie Okonomiyaki gemacht wird:

Okonomiyaki in the making

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Danach bin ich noch etwas durch die Stadt gelaufen und habe Eindrücke gesammelt. Ein sehr gemischter erster Tag in Hiroshima, aber ich bin froh, dass er so gelaufen ist.

 

Hier kommt ihr zu Tag 1

Zu Tag 2

Tag nummer 3 

und zur vier!

Und ab zur 6

Hier ab zur 7

Die 8

Nummer 9

Zehn

11

Ab zur Zwölf

Und zu Tag 13

Nummer 14

Tag 15

Und zur Sechzehn

Siebzehn

Und Tag nummer 18

Tag Neunzehn

Tag 20

 

Und hier die restlichen Fotos:

 

 

Hiroshima

Okonomiyaki

Okonomiyaki

Okonomiyaki Laden

Hiroshima

Hiroshima

6 Comments

  • Super interessante Bog-Artikel! Hab bisher alle gelesen und freu mich auf alle weiteren:)
    (Auch zur Vorbereitung auf meine Japanreise kommenden Monat)

    Falls du es nicht eh schon vor hast, kann ich dir in Hiroshima auf jedenfall Miyajima empfehlen. Die Insel war auf meiner letzen Japanreise eines meiner absoluten Highlights. Auch der Ausblick von dem dortigen Berg Misen ist absolut sehenswert. Allerdings empfehle ich die Seilbahn zu nehmen. Wir haben damals die Treppen genommen und das war auf Dauer kein Spaß 😀 (2 Stunden durchgehend Treppen) Lieber mit der Seilbahn rauf und zu Fuß wieder runter.

    Ansonsten noch viel Spaß auf deiner Reise!

    Kyoto-Vitus

  • Hey Vitus, schön von dir zu hören! 😀
    Da war ich heute und es war wunderschön, allerdings war es viel zu windig, um auf den Berg zu kommen, darum ging das leider nicht. Ich hatte zwar noch einen Plan B, aber auch der ist nach hinten los gegangen, davon erzähle ich dann morgen 😀
    Welche Route macht ihr diesmal? Und die viel wichtigere Frage: Wann schaffen wir es uns mal wieder in Asien zu treffen? Immer diese 0,5-2 Tages-Differenzen… Sich in Deutschland zu treffen wäre ja langweilig, oder?

    • Schade mit dem Wind! Wir hatten an dem Tag Glück mim Wetter, war super warm und windstill (Was für das Treppensteigen allerdings auch nicht so förderlich war…;) ) Bin gespannt was du morgen zu dem Tag noch so schreibst:)
      Wir werden diesmal wieder von Tokyo starten für 1-2 Nächte, dann weiter nach (wahrscheinlich) Koyasan in Nara um da eine Nacht bei den Mönchen im Tempel zu verbringen. Danach für so 1,5 Wochen durch Kyushu (allerdings noch ohne Konkreten Plan wohin da genau) und gegen Ende wieder für ein paar Tage zurück nach Tokio. Auf dem Weg dort hin noch ein Abstecher für zwei Nächte beim Takaragawa Onsen in Gunma. Da warn wir schonmal vor 2 Jahren und das ist wahrscheinlich der entspannendste und schönste Ort an dem ich je war (Die Übernachtung im Ryokan dort ist zwar nicht billig, lohnt sich aber). Kann ich also nur im Empfehlen falls deine Tour noch Luft hat!:)

      In Asien treffen wäre natürlich am besten und echt auch verrückt das wir uns anscheinend immer die selben Reiseziele zur selben Zeit raussuchen, nur immer ein paar Tage versetzt… 😀
      Zur Not müssen wir uns also doch mal in Deutschland treffen… bist in München auf jedenfall immer willkommen!

      • Meinst du Koyasan oder Nara? In Koyasan war ich ja mit Fabian, bevor wir uns in Kyoto getroffen haben. Da ist es wirklich super schön. Schaut euch auf jeden Fall den Friedhof an!
        In München war ich ja noch nie, wäre eigentlich mal Zeit 😀

        • Meine Koyasan in der Präfektur Nara, also nicht die Stadt:)
          Ja dann, auf nach München;)

          • Ah das liegt schon in Nara, wieder was gelernt 😀 Ab Mai kann man ja mal über einen Trip nach München nachdenken 🙂

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