Japan Tag 20: Der Abschied

April 10 , 2017 by: Florian Reise

Jetzt ist es so weit, es geht wieder nach Hause. Ich hatte eine wunderbare Zeit in Japan, habe viel erlebt, viele unglaublich tolle Menschen kennengelernt und viel Spaß gehabt. Ich frage mich immer noch, wer die Phrase „Alles Gute hat ein Ende“ erfunden hat – und ich mag ihn auch nicht besonders, aber es scheint etwas Wahrheit dran zu sein.

Abflugzeit war 12.30 Mittags, also gab es auch keine Zeit an diesem Tag etwas, außer zum Flughafen zu fahren, zu unternehmen. So traurig es war dieses wunderbare Land wieder verlassen zu müssen, gab es am Ende noch eine tolle Überraschung! All Nippon Airways hat mich in die Business Class upgegradet. Ich war ja schon von der Economy Class auf dem Hinflug sehr angetan und war deshalb noch gespannter auf die Business Class. Aber erstmal musste ich ja zum Flughafen kommen. Es ging mit der Oedo Line zur Station Daimon und von da aus weiter mit der Tokyo Monorail zum International Airport, Haneda. Haneda ist übrigens die deutlich bessere Wahl der Flughäfen in Tokio, er ist nur 20 Kilometer vom „Stadtkern“ entfernt und lässt sich verhältnismäßig schnell erreichen. Der Flughafen Narita hingegen ist 90 Kilometer entfernt und der Transport dauert deutlich länger und ist deutlich teurer.

 

Haneda Airport

 

Ich habe das getan, wovon einem immer abgeraten wird, ich bin zur Rushhour mit der U-Bahn gefahren und hatte einen Koffer und eine Reisetasche dabei. Und ja – es hat seinen Grund warum einem davon abgeraten wird, leider habe ich nicht daran gedacht einen Koffertransport zum Flughafen in Anspruch zu nehmen also musste ich da durch. Ich habe mich allerdings sehr schlecht dabei gefühlt, so viel Platz in der Bahn einzunehmen, nächstes Mal werde ich dafür auf jeden Fall eine andere Lösung finden müssen. In der Monorail war es dann wieder okay, die Bahn ist ja für den Flughafentransport gedacht und hat dementsprechend auch genug Ablageflächen für Gepäck.

Am International Terminal angekommen ging es auch gleich zum Check-In, der unkompliziert und problemlos lief. Als ich dann nur noch mit meinem Handgepäck bewaffnet war, habe ich mir den Flughafen einmal etwas genauer angesehen. Was Flughäfen und Flugzeuge angeht bin ich ja eh etwas nerdig. Das internationale Terminal in Haneda ist relativ neu und hat vor der Sicherheitskontrolle Einiges zu bieten. So gibt es einen Bereich für Restaurants, in denen man noch mal ein letztes japanisches Essen zu sich nehmen kann. Dieser Bereich war wie ein japanisches Dorf aufgebaut und hat mir sehr gefallen. Die Preise für das Essen waren, für Flughafenpreise, sehr gut – allerdings waren die meisten Läden noch geschlossen, da es noch recht früh war. Danach findet man eine kostenlose Aussichtsterrasse, von der aus man die Gates und das Rollfeld beobachten kann. Außerdem hat man auch einen guten Blick auf zwei der Start- und Landebahnen. Bei gutem Wetter kann man hier einige Zeit verbringen und sich das Treiben auf dem Vorfeld ansehen. Desweiteren gab es kleine Themencafes und Souvenirgeschäfte.

 

Haneda Airport Aussichtsterrasse

 

Die Sicherheitskontrolle und Ausreise liefen effizient und problemlos, so schnell wollte ich das Land eigentlich gar nicht verlassen, aber die japanische Effizienz kann halt auch gegen einen Arbeiten. Das internationale Terminal ist nicht zu groß und übersichtlich, alle Gates sind schnell erreicht, man findet die üblichen Duty Free-Geschäfte und Modeläden. Da ich noch nicht gefrühstückt hatte ging es erst einmal in die ANA Lounge, die allen Business Class-Reisenden der Star Alliance zur Verfügung steht. Die Lounge ist sehr weiträumig und hat viele Plätze mit einer riesigen Fensterfront zum Vorfeld des Flughafens. Es besteht die Möglichkeit zu duschen und es gibt einiges zu Essen und zu Trinken. Die Alkoholauswahl hat mich schon beeindruckt, aber Vormittags ist einfach nicht meine Zeit um zu trinken, darum habe ich da gepasst.

 

ANA Business Class Lounge

 

Man findet belegte Sandwiches, Sushi, Reis, Misosuppe, Hähnchenfleisch, Salat, Brötchen, Butter und Marmelade, Nudeln und noch weitere Snacks um sich den Bauch voll zu schlagen. Auch gibt es Kaffee, Tee, Säfte, Wasser, Softdrinks und den oben schon erwähnten Alkohol. Hier kann man entspannt seine Zeit bis zum Abflug verbringen. Auch gibt es eine „Noodle Bar“, an der einem frische Nudeln zubereitet werden, diese habe ich aber leider zu spät gesehen und habe dort deshalb auch nichts bestellt. Das Essen hat wirklich gut geschmeckt und es war wirklich sauber und auch das Personal war sehr nett. Dies hat mir den Abschied von Japan etwas leichter gemacht – jetzt war ich auf den Flug gespannt!

 

Mein Sitz

 

Das Boarding war unkompliziert und ging sehr schnell, als ich dann an meinem Platz war habe ich erst mal gestaunt, man hat wirklich viel Platz und jeder Sitz hat einen direkten Zugang zum Gang. Es gibt Airlines, da muss man über seinen Nachbarn klettern, wenn man einen Fensterplatz hat. Hier ist das zum Glück nicht so. Da der Flug nach München in einer 787-9 stattgefunden hat, hatte die Maschine auch sehr große Fenster, die sich per Knopfdruck abdunkeln lassen. Der Sitz war sehr gemütlich, man hatte wirklich genug Beinfreiheit und das Beste ist, dass er sich in ein flaches Bett ausfahren lässt. Dafür gab es sogar noch eine Matratze, die man dann auf den Sitz legen konnte. Es gab auch Slipper, damit man sich nicht immer die Schuhe anziehen muss, wenn man durch die Kabine läuft und eine kleine Kulturtasche mit Schlafmaske, Zahnbürste und Zahnpasta, Handcreme, Gesichtscreme und Ohrenstöpsel.

 

Amenity Kit

 

Kurz vor dem Start gab es ein Begrüßungsgetränk und dazu wurden die Menükarten mit den Essens- und Getränkeoptionen ausgeteilt. Zur Weinliste kann ich allerdings nichts sagen, da ich von Wein recht wenig Ahnung habe und ich sowieso bei grünem Tee und Wasser geblieben bin. Man konnte sich zwischen einem japanischen und einem westlichen Menü entscheiden, ich habe mich natürlich für das Japanische entschieden, mal davon abgesehen, dass ich eh sehr gerne japanisch esse, fand ich es einleuchten bei einer japanischen Airline, die aus Japan abfliegt das japanische Menü zu wählen.

Als Amuse Bouche gab es Mousse de foie gras mit Aprikosengelee und Oliven mit Käse. Die Meinungen bei Gänsestopfleber gehen ja stark auseinander und ich hätte es mir so auch nicht bestellt, aber da es sowieso an Board war und die Reste nach dem Flug sowieso entsorgt werden, habe ich es mitgenommen. Geschmeckt hat es sehr gut.

 

Amuse Bouche

 

Als Vorspeise gab es Meerbrassen-Sushi im Bambusblatt mit Wakasagi (der kleine Fisch) und Garnele in süßer Sojasauce, Spargel in Schweinefleisch und Beni Azuma Süßkartoffelgelee. Das wurde begleitet von Sesamtofu mit Sesamcreme und kurz gebratenem Thunfisch. Die Vorspeise hat wirklich gut geschmeckt, ich war total begeistert, dass es möglicht ist so ein Essen in der Luft zuzubereiten.

 

Vorspeise

 

Als Hauptspeise gab es eine Spanische Makrele im Kirschblütenmantel mit Reis und Misosuppe, auch die Hauptspeise hat wunderbar geschmeckt, der Fisch war auf den Punkt gegart und super saftig.

 

Hauptspeise

 

Zum Nachtisch gab es dann eine Schokoladenkreation und ein Kirschblütenmousse, die Schokoladenkreation war recht solide, hatte aber gegen das Kirschblütenmousse keine Chance. Das Mousse war so lecker, dass ich es auch regelmäßig „am Boden“ essen würde, hätte ich die Chance dazu – wirklich toll!

 

Nachtisch

 

Nach dem Essen gab es noch diverse Getränkerunden und die Kabine wurde abgedunkelt. Das Unterhaltungsprogramm hatte eine schöne Auswahl an Filmen und Serien, ich habe allerdings nur etwas CNN im Live-TV gesehen und habe dann geschlafen. Es gab auch eine extra Karte mit Gerichten, die man sich zwischendurch bestellen konnte. Der Flug verlief dann recht unspektakulär, ich habe geschlafen und dann gab es noch mal eine Mahlzeit, dieses Mal habe ich mich für das Rührei mit Sauce Hollandaise und Würstchen entschieden, auch das Essen war eine gute Leistung, ich habe mich dann aber etwas geärgert, mich nicht für die japanische Variante des Essens entschieden zu haben.

 

Mein Sitz

 

Die Flugbegleiterinnen waren sehr nett und haben sehr oft nachgefragt, ob man noch etwas haben möchte. Die Kommunikation verlief problemlos und der Service war ausgezeichnet, aber den guten Service durfte ich ja auch schon in der Economy auf dem Hinflug erleben, in dem Punkt macht ANA wirklich alles richtig. Ich bin auf jeden Fall sehr erholt und ausgeruht in München gelandet. Ich habe nur den Vergleich zur Business Class von Lufthansa, die auch wirklich sehr gut ist, aber hier leider nicht mit halten kann. Das Essen war wirklich großartig und die Tatsache, dass jeder Sitz einen eigenen Zugang zum Gang hat, ist auch super. Das war der beste Fernflug für mich bis jetzt.

Nach einer kurzen Umsteigezeit ging es dann auch schon mit Lufthansa weiter nach Hannover. Die Passagiere in der Maschine waren dann leider schon nicht mehr so angenehm wie die von ANA, das liegt allerdings nicht an Airline. Das Boarding hat deutlich Länger gedauert als das des Langestreckenfluges, trotz weniger Passagieren – irgendwie ging es in der Maschine einfach nicht voran, ich verstehe auch nicht wo das Problem war. Sein Handgepäck zu verstauen und sich auf seinen Platz zu setzen ist eigentlich nicht so schwer. Dafür gab es aber ein Getränk und Goldfischlis, das hat man mich dann fast wieder milde gestimmt!

So nun ist meine Reise leider vorbei, aber man sagt ja immer „nach dem Reisen ist vor dem Reisen“. Wo es als nächstes hin geht weiß ich noch nicht, aber Japan wäre definitiv wieder eine Option! Ich würde in den nächsten Tagen noch ein paar Zusammenfassung  für die jeweiligen Städte und das Essen schreiben. Also: Stay tuned! Es ist noch nicht vorbei!

 

Hier kommt ihr zu Tag 1

Zu Tag 2

Tag nummer 3 

und zur vier!

Hier ist die 5

Und ab zur 6

Hier ab zur 7

Die 8

Nummer 9

Zehn

11

Ab zur Zwölf

Und zu Tag 13

Nummer 14

Tag 15

Und zur Sechzehn

Siebzehn

Und Tag nummer 18

Tag Neunzehn

 

Und hier sind die restlichen Fotos:

 

Im Flugzeug

Rührei mit Würstchen

Haneda Airport

Haneda Airport

ANA Business Class Lounge

ANA Business Class Lounge

Haneda Airport

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