Japan Tag 19: Der letzte Tag…

April 05 , 2017 by: Florian Reise

Der letzte volle Tag ist angebrochen und ich stelle mir jedes mal, am letzten Tag einer Reise, die gleichen Fragen. Habe ich meine Zeit sinnvoll genutzt? Habe ich alles gesehen was ich sehen wollte? Habe ich alles gekauft was ich kaufen wollte? Warum ist die Reise schon wieder vorbei? Warum muss ich wieder zurück? Damit kann man sich ganz schön stressen, aber das habe ich dieses Mal nicht getan. Reisen ist so ein wunderbares Erlebnis, dass man eigentlich gar nichts verpassen kann. Und dabei ist egal, wo man hinreist, wie weit man reist und auch fast wie lange man bleibt. Man bricht aus seinem Alltag aus und hat die Möglichkeit Situationen und Kulturen zu erleben, die man so noch nicht kennt. Auch wenn man innerhalb eines Landes in eine andere Region reist erlebt man neue Dinge, isst in anderen Küchen und erweitert seinen Horizont.

 

Tokyo Station

 

Und genau mit dieser Einstellung bin ich dann auch den letzten Tag angegangen. Ich habe einfach das gemacht worauf ich Lust hatte ohne mich dabei zu fragen „ob es genug sei“ oder ob ich nicht lieber etwas anderes machen sollte. Zuerst stand ein Besuch beim Kaiserpalast in Tokio an, inzwischen kann man sich für geführte Touren anmelden und das Gelände besichtigen, dafür war ich zu spät dran aber ich habe einfach die Szenerie genossen, vor einem das Gelände des Palastes mit eindrucksvollen, alten Mauern und im Rücken einen Teil der gigantischen Skyline Tokios. In diesem Moment ist mir bewusst geworden, warum ich Japan als Reiseland so liebe- der Platz an dem ich stand ist die Manifestation von dem, was Japan für mich ausmacht: Die abstrakte und doch passende Vermischung von Tradition und Moderne.

 

Tokio Imperial Palace

 

Der Kaiserpalast ist der Sitz des Tenno und war bis vor kurzem nur  an zwei Tagen im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich, was an diesen beiden Tagen da los war will man sich gar nicht vorstellen. Inzwischen kann man im Voraus geführte Touren buchen. Er liegt direkt hinter der Tokyo Station und ist gigantisch. Wenn man nicht an einer Führung teilt nimmt, gibt es weniger zu sehen als man vielleicht erwartet. Vom Palast an sich sieht man nicht viel. Vor dem Gelände ist ein großer Park angelegt, der sehr weitläufig ist und es gibt eine schöne Aussicht auf die Skyline von Tokio. Wie ich oben aber schon erwähnt, hat mir dieser Platz ein ganz besonderes Gefühl und ich bin froh, dass ich da war.

 

Tokio Imperial Palace

 

Danach gab es etwas Kontrastprogramm, ich wollte nämlich nach Shibuya, dem abgefahrenen Stadtteil mit der wahrscheinlich am stärksten frequentiertesten Kreuzung der Welt. Wenn ihr Filme, Serien oder Reportage über Tokio seht, könnte ihr davon ausgehen, dass diese Kreuzung gezeigt wird. Wenn man aus der Shibuya Station raus kommt sieht man erst einmal das Denkmal für Hachiko. Hachiko ist ein Hund, der seinen Besitzer in den 20er Jahren jeden Tag vom Bahnhof in Shibuya abgeholt hat. Nachdem sein Besitzer auf der Arbeit verstarb, wurde Hachiko zur Pflege zu Verwandten in Tokio gegeben. Von dort Riss er allerdings aus, um 10 Jahre lang, jeden Tag am Bahnhof von Shibuya auf sein Herrchen zu warten. Diese treue zu seinem Besitzer hat ihn in ganz Japan berühmt gemacht und auch wurde Hachiko mit einer Bronzestatue geehrt. Bei der Einweihungszeromonie war Hachiko auch anwesend.

 

Hachiko

 

Shibuya ist einer der buntesten und quirligsten Stadtteile Tokios, er ist bekannt für seine Jugendkultur und für die scheinbar unendlichen vielen Einkaufsmöglichkeiten. Auch gibt es viele Cafes und Themencafes. Die Kreuzung vor dem Bahnhof ist wohl die vollste Kreuzung der Welt. Zur Rushhour kann es passieren, dass mehrere tausend Fußgänger die Kreuzung, pro Grünphase, überqueren. Von Shibuya aus ging es weiter nach Harajuku, den Weg kann man ganz gut zu Fuß machen, man ist etwa 20 Minuten unterwegs, Harajuku liegt zwischen Shibuya und Shinjuku und ist, ähnlich wie Shibuya, ein sehr quirliger Stadtteil. Harajuku ist ein Mode-Mekka für Teenager, aber auch sehr interessant wenn man jenseits der 20 ist. Es gibt viele kleine und unabhängige Modeläden, viel Gastronomie und sehr viele Menschen. Hier bin ich einfach etwas durch die Straßen gewandert und habe Eindrücke gesammelt, ohne ein spezielles Ziel vor Augen zu haben.

 

Shibuya Crossing

 

Danach ging es auch schon zurück nach Shinjuku, ein kurzer Stop im Hotel, und dann wieder raus. Es war bereits dunkel und so bin ich an meinem letzten Abend noch einmal durch den Lichterdschungel in Shinjuku gezogen und habe mich von meiner Lieblingsstadt verabschiedet. Gegessen habe ich an diesem Tag nicht wirklich viel, ich hatte keinen Hunger – wahrscheinlich war ich traurig dieses wunderbare Land morgen wieder verlassen zu müssen. Aber ich bin mir sicher, dass es kein Abschied für immer ist!

 

Menschen in Harajuku

 

 

Hier kommt ihr zu Tag 1

Zu Tag 2

Tag nummer 3 

und zur vier!

Hier ist die 5

Und ab zur 6

Hier ab zur 7

Die 8

Nummer 9

Zehn

11

Ab zur Zwölf

Und zu Tag 13

Nummer 14

Tag 15

Und zur Sechzehn

Siebzehn

Und Tag nummer 18

Tag 20

 

Und die restlichen Fotos:

 

Shibuya

Tokio Imperial Palace

Tokio Imperial Palace

Tokio Imperial Palace

Harajuku

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