Japan Tag 11: Mit dem Fahrrad durch Kyoto, Action garantiert!

März 21 , 2017 by: Florian Reise

Heute ist wunderbares Wetter und eigentlich wollte ich noch ein mal vom JR Sanyo Pass Gebrauch machen, da er heute abläuft. Allerdings hat die Wettervorhersage für morgen Regen angesagt und da ich unbedingt mit dem Fahrrad durch Kyoto fahren wollte und das am besten wenn es nicht regnet, wird das heute gemacht. Fahrradverleihe gibt es recht viele in Kyoto, ich habe mich für J-Cycle entschieden, der Laden liegt in einer Nebenstraße zwischen der Gojo und der Shijo Station, also ziemlich Zentral und gut zu erreichen.

 

J-Cycle Kyoto

 

Vorweg kann ich sagen, dass ich mit dem Verleih sehr zu frieden war. Die Mitarbeiter sprachen sehr gutes Englisch, es wurde einem alles ausführlich erklärt und es gab auch eine Karte, auf denen Parkplätze vermerkt waren. Richtig: Parkplätze für Fahrräder. Sein Rad einfach mal irgendwo anzuschließen kann sehr böse enden, denn dann ist es im Zweifelsfall einfach weg. Nein es wurde nicht geklaut, aber abgeschleppt. Für diese Fälle gibt es in Japan extra Sammelstellen, die ich liebevoll „Fahrradgefängnis“ nenne. Dort muss man es dann abholen und eine Strafe zahlen. Einige dieser Fahrradparkplätze sind auch kostenpflichtig, also immer aufpassen! Sonst lässt es sich in Kyoto sehr angenehm fahren, es gibt aber nicht überall Radwege. Auf den großen Straßen gibt es dann eine kleinen Fahrradbereich auf den Bürgersteigen. Dieser Bereich wird von Fußgängern allerdings nicht freigehalten, also muss man damit rechnen öfter bremsen und ausweichen zu müssen. Auch scheint es unüblich zu sein die Fahrradklingel zu benutzen, ich habe auf jeden Fall niemanden klingeln gehört, es sind alle immer ausgewichen.

 

Bambuswald Kyoto

 

Nun aber mal zum Fahrrad zurück, für 1000 Yen (ca. 8€) gehört einem das Rad bis 18.30. Für 1400 Yen ( ca 11€) kann man sich auch ein E-Bike mieten, wahrscheinlich wäre das auch die schlauere Idee gewesen, es kamen nämlich weit über 20 Kilometer Zusammen und ungefähr die Hälfte davon ging Bergauf. Aber es hat auch so geklappt.

Nun ging es los um zum berühmten Bambuswald zu fahren, 9 Kilometer, das sollte passen. Und da ich ja auch unterwegs auf Google Maps zugreifen kann, muss ich mich ja vorher nicht so genau über den Weg informieren – blöde Idee! Google Maps hat mich durch die kleinsten und verwinkelsten Straßen geführt, was sehr schön anzusehen war, allerdings habe ich mich auch ziemlich oft verfahren. Auch gab es öfter den Einhorn-Effekt, das ist wenn einem Einheimische auf dem Rad entgegenkommen, die so überrascht sind, einen Gaijin zu sehen, dass sie nebeneinander weiterfahren und dich anstarren, du versuchst auszuweichen und das ganze recht gefährlich werden kann, allerdings ist zum Glück nichts passiert. Rachel und Jun haben diesen Effekt übrigens das erste Mal erwähnt.

 

Bambuswald Kyoto

 

Kurz bevor ich angekommen bin, musste ich vom Rad steigen und schieben, anscheinend waren noch sehr viele andere Leute auf dem Weg sich den Wald anzugucken, bei diesem Wetter ist das aber auch nachvollziehbar. Da es übrigens keinen Parkplatz für Fahrräder gab, muss man sein Rad durch den Wald schieben, das kann, wenn es voll ist, etwas unpraktisch sein, ist aber durchaus machbar.

Sobald man in den Wald geht kommt, ist man auf einen kleinen Weg und ist auf einmal rechts und links von riesigen Bambuspflanzen umgeben, ein wirklich toller Anblick. Da es auch recht langsam vorwärts geht und zwischendurch immer Rikschas an einem vorbei wollen, hat man auch genug Zeit um diesen Ausblick zu genießen. Zwischendurch kommt man noch an einem Friedhof vorbei, bis man auf den anderen Seite wieder vom Wald ausgespuckt wird.

 

Ich vor dem goldenen Pavillon

 

Danach ging es weiter zum Goldenen Pavillon, angeblich nu eine kurze Strecke von 6 Kilometern, das Problem war allerdings, dass es diese 6 Kilometer durchgehend Bergauf ging, hier habe ich mir dann wirklich ein E-Bike gewünscht, aber dafür war es nun zu spät. Kann man nichts machen, muss man durch. Auch hier hat sich der Weg definitiv gelohnt.

Kinaku-Ji, der goldene Pavillon ist ein Zen-Tempel der mit Blattgold überzogen ist. An ihn ist ein wunderschöner Garten und ein kleiner See angeschlossen, die Atmosphäre hier ist wirklich besonders. Der Eintritt liegt bei 400 Yen, die es allerdings wirklich wert sind. Hier kann man sein Rad übrigens auch kostenlos parken.

 

Goldener Pavillon

 

Der Rückweg war dann ganz angenehm, es ging gefühlt die ganze Zeit Bergab, das war wirklich toll. Gegen 17 Uhr ging das Rad dann auch zurück, ich hatte keine Lust mehr noch weiter zu fahren, das war ja auch genug für heute, oder?  Zum Essen ging es dann in ein kleines unscheinbares Lokal, ich habe mich für Hähnchenfleisch mit Ei und Spinat entschieden, dazu gab es Seidentofu, Reis und eine Misosuppe. Es hat wunderbar geschmeckt und hat nur 750 Yen (ca. 6€) gekostet, kostenloser Tee inklusive. Ich wünschte bei uns gäbe es so qualitativ hochwertiges Essen zu so einem Preis.

 

Mein Essen

 

Als es dann dunkel war, habe ich noch einen kleinen Spaziergang durch die Gegend gemacht, Kyoto ist im dunkeln deutlich ruhiger und friedlicher als die anderen Städte. Hier habe ich noch etwas mit meiner Kamera rum gespielt, sonst benutze ich ja immer nur den Auto-Modus (aber pssst, keinem verraten!).

Kyoto by night

Kyoto by night

 

 

Hier kommt ihr zu Tag 1

Zu Tag 2

Tag nummer 3 

und zur vier!

Hier ist die 5

Und ab zur 6

Hier ab zur 7

Die 8

Nummer 9

Zehn

Ab zur Zwölf

Und zu Tag 13

Nummer 14

Tag 15

Und zur Sechzehn

Siebzehn

Und Tag nummer 18

Tag Neunzehn

Tag 20

 

Und hier sehr ihr die restlichen Fotos:

 

Kyoto

Friedhof am Bambuswald

Bambuswald

Goldener Pavillon

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