Japanisches Curry – Kennt nicht jeder, sollte man aber!

Mai 15 , 2017 by: Florian Curry, Japanisch

Manchmal habe ich das Gefühl, es gibt extreme Unterschiede zwischen dem was wir im Westen glauben was Japaner essen und was dem was Japaner essen. Oft hört man ja nur von Sushi, dann kommt erst mal ganz lange nichts bis mit Teriyaki und im schlimmsten Fall mit Walfleisch weiter geht. Wenn man Glück hat werden noch Dinge wie Reis, Yakitori, Tempura, Ramen und Miso erwähnt. Selten bis nie hört man Okonomiyaki, die japanische Version das Hamburgers, Takoyaki, Nabe oder Curry. Curry ist in Japan sogar so beliebt, dass es es eine Fastfoodkette gibt, die sich auf Curry spezialisiert hat und die auch gerne mal ein paar Filialen in Deutschland eröffnen darf. Ja Coco, ich meine dich!

 

And I had an ugly delicious curry again 😀

Ein Beitrag geteilt von Florian (@asienkulinarisch) am

 

Das Curry hatte übrigens einen sehr langen Weg nach Japan! Die Luftlinie zwischen Indien und Japan ist jetzt nicht so weit wie man denkt, wenn das Curry allerdings noch einen kurzen Umweg über London machen muss, um dann in Japan verbreitet zu werden, ist es dann doch ein ganz schönen Stückchen. Die Japaner haben dann mit dem Curry das gemacht, wo sie unglaublich gut drin sind: Die Grundlage des Gerichtes nehmen und es an die eigenen Vorlieben anpassen, so sind unglaublich viele populäre Rezepte entstanden. Tempura findet seinen Ursprung zum Beispiel in Portugal und Ramen in China.

Die Auswahl an Instantcurryblöcken in japanischen Supermärkten ist unglaublich, von verschiedenen Schärfegraden bis hin zu verschiedenen Geschmacksrichtungen und Würzmischungen findet man alles. Normalerweise bin ich auch wirklich kein Freund von Fertigprodukten, aber japanisches Curry  geht! Hier in Deutschland findet man hauptsächlich die Curryblöcke von S&B, wenn man Glück hat auch noch welche von Java. Die von Java finde ich besser, aber die von S&B sind auch gut. Ein Rezept dafür werde ich euch hier aber nicht geben, das wäre ja witzlos! Die selbstgemachte Version schmeckt nämlich deutlich besser und ist auch gar nicht so aufwendig. Es ist fast so wie ein deutsches Gulasch, nur mit Curry!

Es gibt die verschiedensten Variationen, hier gebe ich euch eine Rezept, das ihr nach belieben abwandeln könnt. Die Zubereitung mit Rindfleisch, Karotten und Kartoffeln ist quasi die Hausmannskost-Grundlage. Ihr könnt in das Curry geben was ihr wollt, sowohl an Fleisch als auch an Gemüse, ihr müsst dann nur darauf achten die jeweiligen Garzeiten anzupassen.

 

 

 

Zutaten für 4 Personen:

Japanisches Curry

500g Rindergulasch, ein kleine mundgerechte Stücke geschnitten

2 TL Salz, geteilt

1/2 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

80g Butter, geteilt

500g Zwiebeln, geschält und grob gehackt

2 große Karotten, geschält und diagonal in kleine Stücke geschnitten

1 EL fein geriebener Ingwer, etwa 10g

2 Knoblauchzehen, fein gerieben

1 großer Apfel, geschält und fein gerieben

1,2 Liter Rinderfond

3 EL Mehl

2 EL Currypulver, wenn möglich Japanisches

2 EL Garam Masala, ersatzweise auch Currypulver nehmen

350g Kartoffeln, geschält und kleine Stücke  geschnitten

gekochter Japanischer Reis, zum Servieren

 

Zubereitung:

 

  1. Das Fleisch mit einem TL Salz und Pfeffer würzen und dann 25g (ca. 2 EL) der Butter in einem großem Topf bei mittlerer Hitze zerlassen. Nun das FLeisch hinzugeben und unter ständigem Rühren 2 Minuten anbraten, bis das Fleisch gebräunt ist. Nun die Zwiebeln hinzugeben und 5 Minuten und ständigem Rühren weiter braten, bis die Zwiebeln glasig sind. Jetzt Karotten, Ingwer und Knoblauch hinzugeben und für weitere 2 Minuten braten. Jetzt den restlichen TL Salz hinzugeben,sowie den Apfel und den Rinderfond. Alles aufkochen lassen und bei niedriger Hitze für eine Stunde leicht köcheln lassen.

  2. Für die Curry-Mehlschwitze die restlichen 55g Butter in einem kleinen Topf auf niedriger Stufe zerlassen. Das Mehl hinzugeben und 3 Minuten lang durchgehend, mit dem Schneebesen, rühren. Jetzt das Currypulver und Garam Masala hinzugeben und weitere 2 Minuten rühren, bis es nach geröstetem Curry riecht. Alles in eine Schale geben und beiseite stellen.

  3. Wenn das Curry eine Stunde geköchelt ist, die Kartoffeln hinzugeben. Sollte das Curry zu dick sein etwas Wasser hinzugeben, es sollte in etwa die Konsistenz von Bratensoße haben. Nun etwas von der Flüssigkeit abschöpfen und mit der fertigen Mehlschwitze vermischen. Die Currypaste nun wieder zurück ins Curry geben und gut durchrühren. Das Curry für weitere 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind, dabei immer wieder durchrühren und aufpassen, dass das Curry nicht anbrennt.

  4. Das Curry zusammen mit gekochtem japanischen Reis servieren.

 

Wie gefällt euch dieses, hier eher unbekanntes, Curry?

Hinterlasst mir doch einen Kommentar.

2 Comments

  • Interessantes Rezezpt, bin ganz neugierig wie es schmeckt.Ich werde es demnächst mal ausprobieren.

    • Berichte auf jeden Fall, wie es dir gefallen hat! 🙂

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