Einführung in die japanische Küche

Januar 22 , 2017 by: Florian Asiatisch, Japanisch, Reis

Im März ist es endlich soweit, ich fliege wieder nach Japan und freue mich schon riesig! Das ist natürlich der beste Zeitpunkt um mal so richtig in die japanische Küche einzusteigen und sich genauer damit zu beschäftigen. Wie ist die japanische Küche so? Gibt es noch mehr als Sushi? Wie unterscheiden sich japanische Gerichte in Deutschland von denen in Japan? Welche Rezepte kann man hier überhaupt umsetzen und wo bekomme ich die Zutaten her? Alles das versuche ich für euch zu beantworten. In einem anderen Artikel werde ich euch die wichtigsten Zutaten vorstellen, die ihr benötigt um japanisch zu kochen.

Also, besteht die japanische Küche nun aus mehr als Sushi? Natürlich tut sie das! Aber Sushi ist ein großer Teil der japanischen Küche und ich denke die bis vor ein paar Jahren im westen noch völlig unvorstellbare Idee rohen Fisch zu essen hat den Rest der Welt so fasziniert, dass dem Sushi der internationale Durchbruch gelungen ist. In Japan bin ich auch viele Sushi-Restaurants über den Weg gelaufen und habe auch in vielen gegessen. Trotzdem hat die japanische Küche noch deutlich mehr zu bieten. Von den, auch schon sehr bekannten, Nudelsuppen wie Udon, Soba oder Ramen, über Gyudon, Hotpots, Kobefleisch bis hin zu japanische Currys, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Auch ist die japanische Küche extrem regional und saisonal geprägt, viele Dinge gibt es nur zu einer bestimmten Jahreszeit in einer bestimmten Region, viele Dinge sind von Region zu Region unterschiedlich. So werden in verschiedenen Regionen auch durchaus verschiedene Miso-Sorten verwendet. Es gibt selbst verschiedene KitKat-Sorten die ihr nur in gewissen Regionen bekommt. Das finde ich total spannend!

Washoku, was wörtlich so viel wie „Essen aus Japan“ bedeutet ist auch kürzlich von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden, damit reiht sich die Japanische Küche zur Mexikanischen, Französischen, Türkischen und Mediterranen. In der japanischen Küche wird sehr aufs Detail geachtet, das Auge ist mit und es wird sehr respektvoll mit den Zutaten umgegangen. So ist es wichtig den Eigengeschmack der Zutaten hervorzubringen und nicht mit zu vielen Gewürzen überdecken. Auch gibt es sehr viele Gerichte mit Fisch und anderen Meerestieren sowie Algen und ähnlichem. Die vielen Küsten des Inselreiches sorgen für ein extrem großes Fischangebot. Auch war Fleisch für etwa 1000 Jahre in Japan, aufgrund des Buddhismus‘, verboten, alles aus dem Meer fiel allerdings nicht unter dieses Verbot.

Eine der wichtigsten Säulen der Japanischen Küche ist der Reis, dieser wird seit etwa 2000 Jahren in Japan angebaut und ist ein Nationales Symbol. Der Japan angebaute Reis deckt fast ausschließlich den nationalen Bedarf ab, viele Reisexporte gibt es nicht. Importierter Reis wird oft als minderwertig angesehen. Die bevorzugte Sorte ist ein Rundkornreis, dieser wird meistens ungewürzt in seiner eigenen Schale serviert. Manchmal wird er mit Furikake, einer Art Reisgewürz, überstreut, in Sojasauce getränkt wird er allerdings nicht.

Eine reguläre japanische Tafel besteht aus mehreren Gerichten, die gleichzeitig auf den Tisch gestellt werden, von diesen Gerichten tut sich jeder was auf seinen eigenen Teller. Meistens hat jeder seine eigene Schale Reis.

Japan hat sich sehr lange von der Außenwelt isoliert, so gibt es viele ursprüngliche Gerichte, die sich über Jahrhunderte ohne äußeren Einfluss entwickelt haben. Auf der anderen Seite hat Japan auch viel, nach der Öffnung zum Westen, von anderen Ländern übernommen. Tempura und das Frittieren generell wurde von Portugiesen übernommen, aus einem Curry wurde in Japan auch eigenes Nationalgericht (eines meiner Lieblingsessen aus Japan).

Wie lässt sich jetzt eigentlich die japanischen Küche in Deutschland umsetzen? Ziemlich einfach! Natürlich nicht alles, aber es gibt viele Rezepte die man super zu Hause nachkochen kann, ohne extrem viele Zutaten extra kaufen zu müssen. Die Rezepte die ich bis schon vorgestellt habe findet ihr hier. Eine der führenden Kochbuchautorinnen für die japanische Küche ist Harumi Kurihara, ein Buch von ihr habe ich mir hier auf dem Blog auch schon genauer angesehen. Ihre Bücher für den europäischen Markt hat sie in London geschrieben, um sicher zu gehen, dass die Zutaten die sie benutzt auch verfügbar sind. Aber auch generell braucht ihr nicht zu viel aus dem Asialaden nach Hause zu schleppen.

 

Über die Zutaten erzähle ich euch hier etwas.

 

Hier geht es zu den japanischen Rezepten

 

 

Koch ihr oft japanisch zu Hause? Was macht ihr am liebsten? Hinterlasst mir doch einen Kommentar.

2 Comments

  • Hey Florian,
    toll das du dich der japanischen Küche so annimmst! Wir sind auch große Asien-Fans, haben uns aber bisher nur mit der thailändischen und vietnamesischen Küche beschäftigt. Aber eine Reise nach Japan steht definitiv auch noch auf der Liste, deshalb ist es super, dass wir bei dir schon so tolle Einblicke erhalten! Viel Spaß auf deiner Reise im März! LG Pfannenliebling

    • Hallo und danke für deinen Kommentar 🙂
      In nächster Zeit wird da auch noch einiges mehr kommen. Die Thailand und Vietnam haben auch ganz wunderbare Küchen. Man kann in so vielen asiatischen Ländern soll toll essen.
      Vielen Dank, ich werde auch jeden Fall berichten und versuchen auch vor Ort ein paar Artikel zu schreiben 🙂

      Liebe Grüße!

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