Die Akte Kimchi Teil 8 – Rezension Kimchi – Die Seele der koreanischen Küche

November 03 , 2016 by: Florian Asiatisch, Buchvorstellung, Koreanisch

Kimchi for president! So viel sollte ja inzwischen klar sein. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn Kimchi bei der aktuellen US-Wahl angetreten wäre, es die Umfragen anführen würde! Naja, so müssen wir uns nun mit Donald oder Hillary abfinden – ich bin auf jeden Fall gespannt. Was glaubt ihr wie es ausgehen wird? I’m with her!

Jetzt aber mal zum Thema zurück, schließlich sind wir hier auf einem Food-Blog und nicht auf einem Polit-Blog! Ich habe mich ja in letzter zeit wirklich viel mit der koreanischen Küche und Kimchi auseinander gesetzt. Und wir ihr auch schon bemerkt habt, bin ich total begeistert! Kimchi ist super und die koreanische Küche hat so viel zu bieten, dass ich immer noch nicht verstehe, warum sie hier in Deutschland noch so ein Schattendasein pflegt.

Wie ihr alle wisst bin ich ja auch ein leidenschaftlicher Kochbuchsammler, und habe inzwischen auch recht viele Werke zur koreanischen Küche. Leider gibt es erschreckend wenig Bücher auf Deutsch. Eines der wenigen ist das Buch „Kimchi – die Seele der koreanischen Küche“*. Ein Buch, das sich wie der Titel schon sagt mit dem Thema Kimchi beschäftigt. In dem Buch hauptsächlich um Kimchi und die Herstellung, allerdings sind auch Rezepte der koreanischen Küche zu finden, hauptsächlich, welche die mit Kimchi zubereitet werden oder zusammen mit Kimchi gegessen werden.

 

Zum Buch:

 

Titel: Kimchi – Die Seele der koreanischen Küche

Verlag: Edition Fackelträger

Autoren: Byung-Hi und Byung-Soon Lim

ISBN: 978-3771646370

Preis: 19,99€kimchi__die_seele_der_koreanischen_kche__

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Das Restaurant Arirang ist seit über 40 Jahren eine Institution in Stockholms Restaurantszene, es ist einer der Vorreiter der koreanischen Küche in Europa. Es befindet sich seit der Gründung in Familienbesitz und die Schwestern Hi und Soon Lim haben ein wunderbares Buch über Kimchi und die koreanischen Küche herausgebracht. Bei Büchern die von Restaurantbetreibern geschrieben werden bin ich immer besonders skeptisch, schaffen sie es den Alltag der Restaurant-Küche praktikabel auf die Küche zu Hause zu übertragen? Lässt sich wirklich alles so Radischen Kimchigut umsetzen, wie es im Restaurant geht? Die kurze Antwort in diesem Fall lautet „ja – definitiv!“. Alles was ich getestet habe lässt sich problemlos zu Hause umsetzen. Die Tipps undKimchi Hintergrundinfos sind super und helfen einem dabei, alles gut umzusetzen.

Nach einer Einführung in die Geschichte des Kimchi‘ und eine Erklärung wie das Fermentieren vor sich geht und funktioniert, werden noch ein paar Gemüsesorten erklärt, bevor es mit den Rezepten los geht. Und Junge – davon gibt es viele! Vom klassischen Kimchi aus Chinakohl, über Gurkenkimchi bis hin zu Kimchi aus Rettich, um die bekannteren Vertreter zu nennen. Es gibt auch noch Rezepte zu Kimchi aus Kürbis, Kimchi aus Karotten und Kimchi aus Ginseng. Um nur ein paar zu nennen.

 

Durch die Erklärungen und Grundlagen zum Kimchi habe ich gleich verstanden worauf ich achten muss und wie Kimchi-Herstellung funktionieren sollte. Dementsprechend habe ich mich in den letzten Wochen ans Werk gemacht und jedes Kimchi, das ich angesetzt habe, ist auf Anhieb ein Erfolg geworden. Das Kimchi aus Gurken musste ich zwei mal machen, weil dieses Kimchi auch unfermentiert so gut geschmeckt hat, dass ich das meiste auf aß bevor es eine Chance hatte zu fermentieren.

Die Rezepte sind einfach gehalten und sehr deutlich geschrieben, man weiß immer was man zu tun hat und kann eigentlich nichts falsch machen, wenn man sich an die Anweisungen hält. Bei den Kimchi-Rezepten ist angegeben, wie lange sie fermentieren sollten und wie lange sie sich dann halten, das sind sehr nützliche Informationen. Fast jedes Rezept hat ein Foto, so dass man sich das Ergebnis gut vorstellen kann.

Eigentlich wollte ich nur 2 Kimchi-Rezepte testen, das Buch hat mich aber so in seinen Bann gezogen, dass es deutlich mehr wurde! Auch hat es mich soweit inspiriert, dass ich bald eigene Kimchi-Rezepte entwickeln möchte. Ich möchte verschiedenen Gemüsesorten testen und mal schauen was dann so passiert- ich bin gespannt!

Die Rezepte für Gerichte mit Kimchi sind auch sehr ansprechend und leicht umsetzbar, mit dem Rezept für Kimchi-Chige kann man eine ganze Menge vom Chinakohl-Kimchi verbrauchen.

Hier sind die Rezepte  die ich getestet habe:Kimchi aus Daikon

 

Chinakohl-Kimchi

Gurken-Kimchi

Radieschen-Kimchi

Daikon-Kimchi

Kimchi-Chige

 

 

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Wenn ihr euch für die koreanische Küche und vor allem für Kimchi interessiert, dann kann euch dieses Buch nur empfehlen. Die Hintergrundinfos sind super, die Rezepte lassen sich super umsetzen und Kimchi selber zu machen und fermentieren zu lassen macht wirklich Spaß!

Habt ihr schon mal Kimchi gemacht? Wie sind eure Erfahrungen?

 

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3 Comments

  • Hallo Florian,
    vielen Dank für die ausführlichen Berichte zum Thema Kimchi, ich habe sie mit Interesse gelesen!
    Bislang habe ich nur Erfahrungen mit Fermentation mit 2%iger Salzkake, das Fermentationsgut muss da immer mit Flüssigkeit bedeckt sein, kein Sauerstoffkontakt, und länger bei Raumtemperatur aufbewahrt, da der Prozess im Kühlschrank gestoppt oder verlangsamt würde. Zudem wird Bioware empfohlen, da sie mehr Milchsäurebakterien enthält, um Fehlerergebnisse zu vermeiden. Welche Erfahrungen gibt es da beim Kimchi, funktioniert das dann durch die Gewürze etwas anders? Ich würde es gern einmal ausprobieren, aber den Chilianteil verringern oder weglassen.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      sehr gerne, es freut mich sehr, dass sie Dir gefallen haben!
      Ich habe, bevor ich Kimchi gemacht habe, noch nie etwas fermentieren lassen, darum habe ich leider keine Vergleichswerte.
      Ich habe auch nur Bioware genommen, dass diese allerdings auch besser für die Fermentierung sind, wusste ich noch nicht 🙂 Das Chilipulver kannst du nach Belieben anpassen oder weg lassen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du noch einen Reisbrei machen und den mit in die Mischung geben, einfach einen Teelöffel bereits gekochten Reis noch einmal in etwas Wasser ganz matschig kochen, bis du einen Brei hast, der unterstützt die Bakterien.
      Kimchi lässt du einen Tag bei Zimmertemperatur stehen um die Gärung in gang zu bringen und stellst es dann in den Kühlschrank, um den Prozess zu verlangsamen. So hält es sich am längsten. Mein Kimchi war übrigens nicht immer komplett mit Flüssigkeit bedeckt, das war kein Problem, ich habe einfach die Schale an und an mal geschüttelt. Wenn du dein Kimchi angesetzt hast und es einen Tag bei Zimmertemperatur stand, kannst du den Kohl in die Flüssigkeit drücken, wenn dann ein paar kleine Bläschen aufsteigen hat das mit der Gärung geklappt. Wichtig ist noch, dass du auf keinen Fall Jodsalz nimmt, das Jod tötet die Milchsäurebakterien.
      Sonst starte doch erst mal mit dem Gurken-Kimchi, das ist ganz schnell zubereitet und da merkst du schon nach einem Tag ob es geklappt, das ist ein super Einstieg.

      Viele liebe Grüße

      Florian

      • Hallo Florian,
        vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!
        Viele Grüße
        Claudia

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