Das passiert euch in Japan und was müsst ihr packen?

Januar 31 , 2017 by: Florian Asiatisch, Japanisch, Reise

 Da wir jetzt ja schon geklärt haben, warum sich eine Reise nach Japan lohnt und auch, wie man diese am besten organisiert und was sie ungefähr kostet, fehlen jetzt noch ein paar Infos über das worauf ihr euch einstellen müsst und was ihr auf jeden Fall mitnehmen solltet. In diesem Artikel schildere ich euch meine eigenen Erfahrung und dabei erhebe ich keineswegs Anspruch auf Universalität und allgemeine Richtigkeit. Ich schildere lediglich Dinge, die mir aufgefallen sind, mit denen ich nicht gerechnet habe und von denen ich mir gewünscht hätte, sie vorher zu wissen.

Fangen wir zunächst aber auf jeden Fall mit den Sachen an, die in den Koffer sollten, bzw ins Handgepäck.

 

  • Reiseführer*, ich greife immer auf Lonely Planet* zurück. Auch im heutigen Zeitalter ist es immer noch gut etwas in der Hand zu haben.
  • Reisestecker*, wer schon Adapter für die USA hat, braucht sich keinen neuen zu kaufen.
  • Klamotten sind sehr Jahreszeiten abhängig
  • Schuhe in denen ihr bequem laufen könnt, außerdem solltet ihr in der Lage sein, sie schnell an- und ausziehen zu können.
  • Medikamente, in Japan sind sehr wenig Medikamente frei verkäuflich, und die, die es sind, sind sehr teuer. Stattet eure Reiseapotheke mit Schmerztabletten, Erkältungsmedizin und Magen/Darm-Tabletten aus, damit ihr für das Nötigste abgesichert seid. Bitte überprüft in jedem Fall welche Medikamente ihr in welcher Menge ohne Genehmigung mit nach Japan nehmen dürft!
  • Taschentücher, werden auch auf der Straße verteilt, solltet ihr immer dabei haben. Es gibt viele öffentliche Toiletten, die kein Papier haben oder einen Papierautomaten, in den man Geld werfen muss.

 

Generell kann ich euch nur empfehlen nicht zu viel einzupacken, in viele Zügen gibt es kein Platz um große Koffer aufzubewahren, und großen Gepäck in der U-Bahn Tokios macht auch nicht so viel Spaß. Japan hat allerdings einen super Gepäck-Lieferservice, ihr könnt für einen kleinen Preis eure Gepäckstücke, innerhalb eines Tages, zu eurer Unterkunft liefern lassen.

 

Worauf muss man sich denn eigentlich einstellen, wenn man nach Japan fliegt? Auf eine ganze Menge, aber das ist nur halb so schlimm, denn fast alles ist positiv und man kriegt das ganz schnell hin. Als ich in Haneda ankam und endlich durch die Zollkontrolle kam (nachdem mir die Zollfrau noch gesagt hat, ich soll nicht nach Koyasan, weil es da spukt), habe ich  erstmal Geld abgehoben und bin zur Ticketmaschine der Monorail gegangen. Ich habe mich natürlich vorher schon informiert, und wusste, dass ich in Daimon in die Oedo Line umsteigen muss und von dort zu meiner Zielstation durchfahren konnte. Ich stand keine drei Sekunden vor dem Automaten, da wurde ich gleich von einer netten Dame angesprochen, die für den Flughafen arbeitet und mir sofort geholfen hatte mein Ticket zu kaufen. Als ich sie fragte, ob ich das Ticket bis zu meiner Zielstation kaufen könnte oder ob ich sie getrennt kaufen muss, antwortete sie mit, dass es zwei verschiedene Betreiber sind, und dafür entschuldigte sie sich gleich mehrmals, fast so, als wäre es ihre Schuld. So viel Höflichkeit ist man in Deutschland gar nicht gewohnt, hier geht es im Durchschnitt deutlich unhöflicher zu. Und diese Höflichkeit der Einheimischen zog sich die ganze Reise durch, mir ist keine einzige Ausnahme aufgefallen. Auch wenn man nach dem Weg fragt oder anderen Fragen hat, und die gefragte Person wenig bis gar kein Englisch spricht, wird sie versuchen einem zu helfen, koste es was es wolle.

In Japan läuft auch alles sehr organisiert, das beste Beispiel dafür sind U-Bahn Stationen. Schlangen bilden  sich ganz natürlich, es gibt kein Gedränge und keine Menschentrauben vor Rolltreppen, beim Aussteigen aus der Bahn ordnet man sich schon so ein, dass man auf der Rolltreppe entweder steht oder geht. Das Ganze ist ziemlich beeindruckend, aber auch herausfordernd, auf jeden Fall am Anfang. Ich hatte das Gefühl, dass sobald ich einen falschen Schritt mache einen Auffahrunfall verursache und das ganze System durcheinander bringen. Zum Glück ist mir das nicht passiert.

 

 

 

Ich Liste für euch mal ein paar Sachen auf, an die man sich auch als Tourist halten sollte:

  • In öffentlichen Verkehrsmitteln ist es immer sehr ruhig, es wird weder laut oder viel geredet, noch telefoniert.
  • Auch wird in öffentlichen Verkehrsmitteln weder gegessen noch getrunken.
  • Selbst in einer Großstadt wie Tokio sieht man fast nie Müll auf dem Boden, also immer alles brav in den Mülleimer.
  • Es wird im Stehen gegessen und getrunken, nicht im Gehen.
  • Genauso wenig wird im Gehen geraucht, in Tokio sind in vielen Gegenden Raucherplätze gekennzeichnet.
  • Wenn alle ihre Schuhe ausziehen, müsst ihr es auch tun.
  • Macht euch am besten mit den japanischen Tischsitten vertraut.
  • Hier was einfaches: Gebt kein Trinkgeld, das ist in Japan unüblich und wird nicht akzeptiert.
  • Kein Körperkontakt, Handschläge sind unüblich, meistens wird sich verbeugt.

 

Das sind mit die gröbsten Sachen, wenn ihr nicht ganz so auffallen wollt, was aber so oder so passieren wird. Fehltritte werden einem auch immer verziehen, da davon ausgegangen wird, dass man als Gaijin (Ausländer) die japanischen Verhaltensregeln nicht kennt. Aber trotzdem ist es doch schön, die Einheimischen und Gastgeber positiv zu überraschen, oder?

Hier noch mal ein paar Tipps, die nichts mit dem Verhalten zu tun haben:

 

  • Türen von Taxis gehen von alleine auf, bitte versucht es nicht selber, das mögen die Fahrer nämlich gar nicht.
  • Züge fahren pünktlich, und damit meine ich wirklich pünktlich, auf die Sekunde. Wie JR das hinkriegt weiß ich nicht, aber unsere DB könnte sich von den japanischen Kollegen mal was abschauen.
  • Ihr werdet nicht verdursten, es gibt überall Getränkeautomaten.
  • Das U-Bahnsystem in Tokio sieht komplizierter aus als es ist, einfach drauf los.
  • Kostenloses WiFi ist seltener als man denkt.
  • Ihr werdet euch öfter verlaufen, als ihr glaubt.
  • Bevor ihr ein Onsen (öffentliches Bad) geht, informiert euch über die Verhaltensregeln.
  • Nein, das ist kein mittelalterliches Schloss, sondern ein Love Hotel.
  • Die Kriminalitätsrate ist wirklich gering, Taschendiebstähle nehmen zwar zu, aber im Vergleich zu anderen Großstädten ist Tokio super sicher.
  • Und ja, sie hat wirklich gerade ihren Platz bei Starbucks mit ihrer Handtasche reserviert.
  • Nicht nur frische Lebensmittel sondern auch Süßigkeiten, Chips, Eis und vieles mehr unterscheidet sich stark nach Saison und Region.
  • Wenn die jemand Shirako anbietet, frag nicht sondern iss!
  • Ja – man kann hier wirklich nicht mit Karte zahlen.
  • Das in der TK ist wirklich Eis mit Pizzageschmack.

 

Und noch vieles mehr!  Das sind allerdings die Dinge, die bei mir am meistens hängen geblieben sind. Ich denke wenn ihr das im Hinterkopf habt, seid ihr schon mal super vorbereitet!

 

Hier erkläre ich euch, warum sich eine Reise nach Japan lohnt.

 

Und hier zeige ich, wie man sie organisiert und was sie kostet.

 

Habt ihr noch weitere Fragen? Falls ja schreibt einen Kommentar!

 

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