Buchvorstellung „Koreatown“

Oktober 10 , 2016 by: Florian Koreanisch, Uncategorized

Ich beschäftige mich gerade viel mit der koreanischen Küche und stelle euch heute ein Buch darüber vor. Ich habe mich bewusst dazu entschieden kein „Einführungswerk“ vorzustellen, sondern modernes und zeitgenössisches Buch. Das Buch Koreatown* ist auf Englisch und stamm aus den USA. Wie der Name schon verrät, geht es hauptsächlich um das Essen, dass in den Koreatowns in den USA gegessen wird, allerdings wird der traditionelle Teil der Rezepte nicht vernachlässigt. So viel vor weg: Ein sehr schönes Buch, dass die Brücke zwischen klassischen Rezepten und Modernen sehr gut schlägt.

9780804186131

Hard Facts:

 

Verlag: Clarkson Potter

Sprache: Englisch

Seiten: 272

Erscheinungsdatum: 16.02.2016

ISBN13 : 978-0804186131

 

 

Unterhalten wir uns zuerst über die Sprache, ja das Buch ist auf Englisch und ja die Maßangaben sind imperialistisch. Mit der Sprache lässt sich, meiner Meinung nach, super umgehen. Im Notfall müssen mal ein paar Zubereitungsmethoden oder Zutaten gegoogelt werden, sonst ist es aber sehr verständlich und einfach geschrieben, auf jeden Fall die Rezepte. Bei Unzen und Cups wird es dann schon etwas kritischer, da hat sich Gabi von USA-Kulinarisch  (ein unglaublich toller Blog, sogar der den ich am längsten lese) allerdings ganz viel Arbeit gemacht um eine umfangreiche Tabelle zur Hilfe zu erstellen, einfach hier klicken um dahin zu kommen.

Die Einleitung des Buches, in der sich die Autoren vorstellen ist recht lang, aber noch im Rahmen. Die Einführungsseiten für Equipment und Zutaten sind sehr ausführlich ohne sich dabei in die Länge zu ziehen, dafür gibt es schon mal einen Pluspunkt. Auch schreiben die beiden, dass man sich bei Fragen ruhig über Twitter an sie wenden soll – so etwas finde ich super, denn im Social Media Zeitalter ist das genau der richtige Weg.

Das Buch ist wunderschön gestaltet, die Fotos sind super und wirken nicht zu hoch gestochen, sondern Bodenständig und regen zum Nachmachen an. So mag ich es am liebsten! Der Rezeptindex ist übersichtlich, man findet alles wo nach man sucht sehr schnell.

Die Rezepte sind in folgende Kategorien aufgeteilt:

 

Kimchi & Banchan

Rice, Noodles & Dumplings

Barbecue: Grilled, Smoked & Fired

Drinking Food: Pojangmacha

Soups, Stews & Braises

Respect: Guest Recipes

Drinks

Sweets & Desserts

 

Im ersten Kapitel sind einige Kimchi-Rezepte zu finden so wie kleine Beilagen, die zusammen mit den Hauptgerichten auf die Koreanische Tafel stellt. Hierbei stößt man auf sehr traditionelle sowie auf moderne Rezepte. Dieser Faden zieht sich durch die anderen Kapitel und ist sehr ausgewogen. Gefühlt überwiegen die traditionellen Rezepte leicht – auf jeden Fall bin ich auf viele koreanische Rezepte gestoßen die ich so noch nicht kannte. Jedes Rezept wird in einer kurzen Einführung kurz erklärt, dabei werden auch Hintergrundinformationen gegeben, die wirklich interessant sind. Die Rezepte sind einfach und direkt geschrieben und lassen sich problemlos umsetzen, ich  bin auf kein einziges Problem gestoßen. Da die koreanische Küche mit recht vielen Pasten und Zutaten arbeitet, haben die Rezepte auch recht lange Zutatenlisten, beim genaueren Hinsehen ist das allerdings kaum ein Problem, wenn ihr die wichtigsten koreanischen Zutaten habt. Denn die meistens anderen Zutaten sind frische Zutaten wie zum Beispiel Ingwer, Knoblauch oder Frühlingszwiebeln.

Das Kapitel mit den Gastköchen finde ich besonders spannend! Ich bin zwar noch nicht dazu gekommen, etwas darauf nach zu kochen, weil die Rezepte doch etwas aufwendiger sind, aber sie hören sich unglaublich gut! Kimchi aus Rotkohl mit Bacon steht da ganz oben auf der Liste 😉

Gemacht habe ich den koreanischen Sardellenfond, Seidentofueintopf, marinierter Auberginen und angebratenen Schweinebauch (Rezept folgt). Alle Rezepte haben wunderbar funktioniert und waren einfach umzusetzen, und am wichtigsten: Sie haben super geschmeckt! Auch sind die Rezepte generell sehr alltagstauglich, wenn man die wichtigsten Zutaten zu im Haus hat.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass ich unglaublich froh bin dieses Buch zu haben. Es ist kein Grundlagenbuch im klassischen Sinne und auch ist es nicht das traditionellste Buch der koreanischen Küche, aber es ist ein Buch auf das ich immer wieder zurück greife, weil ich die Rezepte so unglaublich toll finde. Und das ist, meiner Meinung nach, das wichtigste Kriterium.  Also wenn ihr euch an englische Bücher rantraut, schlag bei diesem hier unbedingt zu!

 

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