Asiatisch Kochen – Rezension

Februar 05 , 2016 by: Florian Buchvorstellung

Der AT Verlag war so nett und hat mir unter anderem das Buch „Asiatisch Kochen – 300 Rezepte in 1200 Fotos Schritt für Schritt“* zur Verfügung gestellt. Mit seinen Rezepten bezieht es sich auf die Länder Thailand, Japan, China und Korea und ist dabei mit seinen 528 Seiten, 300 Rezepten und 4 Länderküchen ein ganz schön dicker Schinken. 300 Rezepte aus vier verschiedenen Ländern in einem Buch, kann das gut gehen? Auch wenn oft der Begriff „Asiatisch“ benutzt wird, sind die Küchen doch ziemlich verschieden, Thai und Japanisch liegen ungefähr so weit auseinander wie die Polnische und italienische Küche. Schauen wir uns das Buch also mal genauer an.

Das Buch beginnt genau mit zwei übergreifenden Basics, dem Reis Kochen und dem Einbrennen eines Wok. Beides ist sehr gut erklärt und komplett bebildert. Dann geht es schon mit der ersten Länderküche los: Thailand! Am Anfang gibt es Bilder von den wichtigsten Zutaten sowie den wichtigsten Utensilien in der Thaiküche, ein sehr schöner Überblick. Wer an eine gewisse Zutat nicht rankommt oder keine Lust nur deswegen zum nächsten Asialaden zu fahren kann im Zutatenregister schauen, dort sind die bebilderten Zutaten alle beschrieben und gegebenenfalls werden Alternativen dafür benannt. Zum Beispiel, dass asiatische Schalotten auch mit normalen Schalotten oder Zwiebeln ersetzt werden können. Dieses Register ist ein ganz dicker Pluspunkt und wirklich hilfreich! Beim durchblättern der Rezepte aus Thailand sind mir die abwechslungsreichen und authentischen Rezepte sehr positiv aufgefallen. Es sind die, bei uns geschätzten und geliebten Klassiker vertreten wie Currys, Pad Thai, Frühlingsrollen und andere, aber auch gibt es ein Vielzahl von Gerichten die hier eher unbekannt sind und sich auf jeder Karte eines Thailänders finden lassen, wie zum Beispiel Schweinecurry aus Chiang Mai, gegrilltes Hähnchen im Bangkokstil und nordth9783038008927ailändische Schweinerippchen. Auch gibt es eine kleine Auswahl an Nachtischen und Spßspeisen – eine sehr schöne Auswahl im Thailandteil, die sich bei den anderen Länderküchen genau so wieder finden lässt. Eine super Rezeptauswahl!

In den Rezepten ist der Schwierigkeitsgrad sowie die Zubereitungszeit angegeben, was auch bei allen versuchen gepasst hat. Die Bilder sind in den meisten Fällen hilfreich und gut platziert, manchmal habe ich mich gefragt, ob man wirklich sehen muss wie in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln aussehen, aber lieber ein erklärendes Bild zu viel als eins zu wenig. Die Anweisungen sind kurz, knackig und verständlich geschrieben und man weiß eigentlich immer was zu tun ist. In einem Rezept sollte ich 3 EL Tamarindenwasser abschöpfen, was damit passiert wurde nie geklärt, das hat dem Rezept aber in keinster Weise geschadet, es war trotzdem köstlich. Alles in allem kann man sagen, dass die Rezepte sehr anfängerfreundlich geschrieben sind. Das Rezeptregister ist nach Zutaten sortiert, was ich bei so einem dicken Band sehr hilfreich finde, zudem hat man so einen guten Überblick, falls man etwas mit Ananas kochen möchte. Es gibt auch noch eine zusätzliche Rezeptübersicht nach Ländern sortiert.

Authentizität, ein Thema das ich ungerne aufgreife. Ich weiß nicht wo da die Linie gezogen werden soll, gibt es eine Jahreszahl oder ist alles was heute in den heimischen Küchen der Länder passiert authentisch? Oder ist es das nicht? Für die Länder Thailand, China und Japan kann ich allerdings beurteilen ob die Geschmacksprofile so wie die sind, die ich direkt Vorort erleben durfte. Die Antwort ist ein ganz klares: Ja! Bei den Rezepten zur Thaiküche wird auf fast nichts verzichtet, es werden asiatische Schalotten, Kafirlimettenschale und Galgant gefordert, hier werden keine Kompromisse gemacht. Die Schärfe ist etwas für uns Europäer angepasst, trotz alledem ist der Schärfegrad noch recht hoch, aber genießbar. Hier wurde mitgedacht. Genauso sieht es bei den anderen Ländern aus. Der einzige Kompromiss der eingegangen wird ist der, dass nicht auf landeystypische Sojasaucen hingewiesen wird, allerdings ist auch das in meinen Augen in Ordnung, niemand der ab und an mal was aus diesen Ländern kocht will und muss 6 verschiedene Flaschen Sojasauce zu Hause stehen haben.

Fazit: Als ich das Buch das erste mal in den Händen hielt dachte ich mir:“ Das brauchst du doch gar nicht, du hast schon genug Bücher über die einzelnen Länderküchen.“ Dieser Anschein hat sich aber nicht bewahrheitet. Es ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet, denn es gibt einen schönen Überblick und eine Einführung die verschiedenen Küchen, dient aber auch als Rezeptkompendium und Inspirationsquelle. Wer also in die asiatischen Küchen einsteigen will oder eine gute und schön geschriebene Rezeptsammlung sucht ist mit diesem Buch bestens bedient! Eine absolute Kaufempfehlung von mir!

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Nachgekocht habe ich übrigens folgende Rezepte:

 

Curry aus Chiang Mai (1 von 1)Rührgebratenes Gemüse aus dem Wok – China

Hähnchensalat Japan Hähnchensalat aus Japan

Curry aus Chiang Mai (1 von 1)Schweinecurry aus Chiang Mai

 

Habt ihr noch Fragen zum Buch? Schreibt mir einen Kommentar und ich beantworte alles so gut ich kann.

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